Forschungsstelle

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Aufgabe

Aufgabe der „Forschungsstelle J. M. R. Lenz“ ist die umfassende wissenschaftliche Erschließung der Werke und der Biographie von Jacob Michael Reinhold Lenz einschließlich der zeitgenössischen wie postumen Rezeption. Im Zentrum steht die Erarbeitung einer historisch-kritischen Ausgabe der Werke und des Briefwechsels.
Die Ergebnisse der Forschungen, besonders die bei der Vorbereitung der Edition notwendig zu erstellenden Repertorien und Dokumentationen (Verzeichnis der Handschriften, Bibliographie der Primär- und Sekundärliteratur etc.), werden fortlaufend publiziert, und zwar dem jeweiligen Bearbeitungszustand entsprechend entweder auf diesen Seiten und/oder im Druck.

Förderung

Für die Erarbeitung eines Gesamtverzeichnisses der Lenz-Handschriften wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im September 2000 und im Oktober 2003 eine Sachbeihilfe bewilligt.
Die Anfang 2001 publizierte zwölfbändige Faksimile-Edition der zu Lenz’ Lebzeiten selbständig erschienenen Texte wurde von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius (Hamburg) durch einen Druckkostenzuschuß gefördert.
Die Verfilmung der Lenziana im Familienarchiv Sarasin (Staatsarchiv Basel) wurde im Jahr 2001 von der Sarasinschen Stiftung (Basel) unterstützt.
In den Jahren 2001-2004 haben die Universität Mannheim und deren Philosophische Fakultät sowie die Otto-Mann-Stiftung die Forschungsstelle durch Gewährung mit Sachmitteln unterstützt.

Publikationen

Jacob Michael Reinhold Lenz: Werke in zwölf Bänden. Faksimiles der Erstausgaben seiner zu Lebzeiten selbständig erschienenen Texte. Hrsg. von Christoph Weiß. St. Ingbert: Röhrig Universitätsverlag 2001. (12 Bde. im Schuber, Broschur mit Fadenheftung, zus. 1962 S., ISBN 3-86110-071-1)
Bd. 1: Die Landplagen. – Bd. 2: Lustspiele nach dem Plautus.  – Bd. 3: Der Hofmeister. – Bd. 4: Der neue Menoza. – Bd. 5: Anmerkungen übers Theater. – Bd. 6: Meynungen eines Layen. – Bd. 7: Menalk und Mopsus / Eloge de feu Monsieur **nd / Vertheidigung des Herrn W. gegen die Wolken / Petrarch. – Bd. 8: Die Freunde machen den Philosophen.  – Bd. 9: Die Soldaten. – Bd. 10: Flüchtige Aufsäzze. – Bd. 11: Der Engländer. – Bd. 12: Philosophische Vorlesungen für empfindsame Seelen.

 

Jacob Michael Reinhold Lenz: Als Sr. Hochedelgebohrnen der Herr Professor Kant den 21sten August 1770 für die Professor-Würde disputierte. Faksimile des Erstdrucks Königsberg 1770. Hrsg. von Christoph Weiß. Laatzen: Wehrhahn Verlag 2003 (Lenziana, Nr. 1). (4 Folioseiten in Mappe, ISBN 3-932324-68-4)

 

Lenz-Jahrbuch. Sturm-und-Drang-Studien. Bd. 8/9 (1998/1999). In Verbindung mit Matthias Luserke, Gerhard Sauder und Reiner Wild hrsg. von Christoph Weiß. St. Ingbert: Röhrig Universitätsverlag 2003. (376 S., ISBN 3-86110-226-9)
Inhalt: Indrek Jürjo / Heinrich Bosse: Hofmeister gesucht. Neun Briefe von Christian David Lenz an Gotthilf August Francke. – Howard Gaskill: J. M. R. Lenz und Ossian. – Gesa Weinert: „… und ich, ich sey Jacob.“ Der Taufeintrag von J. M.  R. Lenz im Kirchenbuch von Seßwegen. – Magnus Klaue: Zur Aristoteles-Rezeption in Lenz’ „ Anmerkungen übers Theater“. – Ariane Martin: „Interesse an dem unglücklichen melancholischen Jüngling“. August Stöbers Recherchen zu J. M. R. Lenz im Jahr 1831. – Ariane Martin: Das fragmentarische Genie. Josef Bayers vergessenes Rezeptionszeugnis „Reinhold Lenz“. – Alexander Košenina: „Wenn Wissenschaft Wissenschaft wird, ist nichts mehr dran“. Gelehrsamkeitskritik und Akademikersatire im Sturm und Drang. – Ulrike Leuschner: Kryptisches vom Pegasus. Herders unveröffentlichte Polemik gegen Mercks „Rhapsodie von Johann Heinrich Reimhart“. – Michael Hofmann: Radikaler Sensualismus. Entsublimierung als Grundimpuls in Heinses „Ardinghello“. – Wolfgang Albrecht: Humanisierung des Menschengeschlechts. Herders Aufklärungskonzeption aus interkultureller germanistischer Sicht. – Anne Fleig: Drama der Geschlechter? Dramenautorinnen und Sturm und Drang. – Waltraud Fritsch-Rößler: Erinnerung als Wiederholung. Strukturelle und diskursive Kongruenzen zwischen Goethes „Clavigo“, „Stella“ und den „Wahlverwandtschaften“. – Rezensionen.

 

Lenz-Jahrbuch. Sturm-und-Drang-Studien. Bd. 10/11 (2000/2001). Hrsg. von Matthias Luserke in Verbindung mit Gerhard Sauder, Christoph Weiß und Reiner Wild. St. Ingbert: Röhrig Universitätsverlag 2003. (331 S., ISBN 3-86110-227-7)
Inhalt: Thorsten Unger: Melancholie und Grausamkeit. J. M. R. Lenz’ „Gemählde eines Erschlagenen“ als Beitrag zum Gewaltdiskurs des 18. Jahrhunderts. – Brita Hempel: „Ruhe hier aus!“ Zu J. M. R. Lenz’ Gedicht „Die Demuth“. – Gert Sautermeister: Mystik, Erotik, Ästhetik. Lenzens Ode „Ausfluß des Herzens“. – Ulrich Kaufmann: Zarter Stoff in plumper Form? „Die Liebe auf dem Lande“ (1775). – Mathias Mayer: „Der Wasserzoll“. Stumme Schrift der Tränen. – Martin Rector: Gepeinigtes Plädoyer für die Gottesgabe Sexualität. Jacob Michael Reinhold Lenz’ Gedicht „Der verlorne Augenblick Die verlorne Seeligkeit. eine Predigt über den Text: die Malzeit war bereitet, aber die Gäste waren ihrer nicht werth“. – Rüdiger Scholz: Jakob Michael Reinhold Lenz: „An mein Herz“, „Unser Herz“, „An das Herz“. – Rüdiger Scholz: Jakob Michael Reinhold Lenz: „An den Geist“. – Martin Kagel: Körperschrift. Jakob Lenz’ pädagogisches Gedicht „Aretin am Pfahl gebunden mit zerfleischtem Rücken“. – Gesa Weinert: Varianten der Bindung und Befreiung. Textgenese und lyrische Formen im „Lied zum teutschen Tanz“ von J. M. R. Lenz. – Magnus Klaue: Die Verdunkelung des Autors. Autorschaft und Subjektkonzeption in „So soll ich dich verlassen liebes Zimmer“. – Arnd Beise: Rousseau oder Petrarca? Zur intertextuellen Situierung von Jakob Michael Reinhold Lenz’ „Pygmalion“. – Matthias Luserke-Jaqui: Mutmaßungen über „Jupiter und Schinznach“. – Ariane Martin: Ehediskurs im Sturm und Drang. Das Einladungsgedicht „Zur Hochzeit zweyer Täubgen“ von J. M. R. Lenz.

 

Lenz-Jahrbuch. Sturm-und-Drang-Studien. Bd. 12 (2002/2003). Hrsg. von Matthias Luserke in Verbindung mit Gerhard Sauder, Christoph Weiß und Reiner Wild. St. Ingbert: Röhrig Universitätsverlag 2005. (276 S., ISBN 3-86110-400-8)
Inhalt: David Hill: Problems of Identity in the Poetry of J. M. R. Lenz. – Franz Werner: Landlebenidylle oder Intellektuellenutopie? J. M. R. Lenz: „Der Landprediger“. – Susanne Lenz-Michaud: Acht Sofas. Textinterne Beobachtungen zum „Empfindsamsten aller Romane“, die für Lenzens Autorschaft sprechen. – Joachim Scharloth: Deutsche Sprache, deutsche Sitten. Die Sprachkonzeption von J. M. R. Lenz im Kontext der Sprachnormendebatte des 18. Jahrhunderts. – Thorsten Unger: J. M. R. Lenz als Opfer eines deutschen Opportunisten? Über Hugo Schulz’ Roman „Goethes Mord“. – Günther Mahal: Ein Faustsplitter bei August Moritz von Thümmel. – Helmut Schmied: Merkwürdige Helden. Zum Typus Kraftgenie im Sturm und Drang. – Nikola Roßbach: Empfindung zwischen Natur und Kunst. Zu theater- und kulturgeschichtlichen Dynamisierungsprozessen im 18. Jahrhundert am Beispiel von Lessings „Miß Sara Sampson“. – Ralph-Rainer Wuthenow: Heinse und die Nachwelt. Zur Wirkungsgeschichte eines Außenseiters. – Ariane Martin: Auf den Spuren des jungen Goethe. Anfänge des Kulturtourismus im 18. und 19. Jahrhundert. – Matthias Luserke-Jaqui: Freiheitsthematik und „Hauptidee des Stückes“. Zur Kritik der Figur des Marquis Posa in Schillers „Don Karlos“. – Karl Huth: Woran starb Friedrich Schiller? – Rezensionen.

 

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